Schule bewegt sich – Projektbausteine im Schulalltag

Schule bewegt sich – Projektbausteine im Schulalltag

Erbsenweitspucken begeistert nicht nur die Kinder

Sponsorengeld für Bewegte Pausenlandschaft in der Grundschule Altenautal

 

Henglarn (hg) „Schule bewegt sich!“ – In den Sinn kommt dem Leser dabei spontan der Sportunterricht oder gar eine grundlegende Veränderung des Schulwesens. In dem Viertagesprojekt „Schule bewegt sich“ der Grundschule Altenautal ging es dabei praktischer zu: Die Klassengemeinschaften waren aufgelöst, mittels „Eintrittskarte“ gingen die Schülerinnen und Schüler in verschiedene Workshops, die in der Tat alle mit Gesundheit – Bewegung und Musik zu tun hatten. Mit Hilfe von externen Übungsleiterinnen und – leitern: Eltern, Tanzlehrern, Sportstudentinnen und Trainern, hatten sie die Wahl: Lernen fair zu kämpfen, Cheerleader zu sein, sich im Breakdance, Hip Hop oder Jump Style zu bewegen, oder Aerobic und Volkstanz zu machen. Weiter standen u.a. Ringen und Raufen auf dem Programm, sich fit zu machen mit Felix, Brain Gymnastik zu versuchen oder Vertrauensaktionen im Team zu üben.

 

Bei einer Nonsens-Olympiade ging es um Erbsenweitspucken, Froschhüpfen, Hackenzielschuss, um einen Hochzeitslauf, um Wattebauschpusten oder um Känguruhüpfen. Die lustigen Titel dieser Disziplinen ließ die Schülerinnen und Schüler vergessen, dass es hier sehr wohl um Koordination, um Kondition und um blitzgeschwinde Reaktionen ging.

 

Das war, so Schulleiterin Margarete Frederichs, der Grund für dieses Projekt: Bewegung, Spiel und Sport zum integralen Bestandteil des Lebens und Lernens werden zu lassen. Denn Bewegung fördere nicht nur die Ausbildung der verschiedensten Fähigkeiten und Fertigkeiten, Bewegung als Unterrichtsprinzip bedeute auch, dass Wissensvermittlung möglichst über viele Sinneskanäle erfolgen muss. Bewegungsübungen förderten die Konzentrationsfähigkeiten und Bewegungspausen bauen Ermüdungserscheinungen ab. Der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule gehe von einem ganzheitlichen Verständnis des Kindes aus, beschreibe Schule als Lebensraum und fordere ganzheitliches und fächerverbindendes Unterrichten.

 

Deshalb war der dritte Tag des Bewegungsprojektes auch wieder in die Klassen verlegt. Es galt, Aufgaben zu lösen, die mit den erlebten Bewegungsspielen verbunden waren oder sich aus ihnen ergaben: Laufdiktate, Rechenreisen, Kreisrechnen und rhythmische Malfolgen waren angesagt. Im Sachunterricht wurden Erfahrungen über den eigenen Körper gesammelt und vertieft: Wie arbeiten meine Muskeln, die Gelenke, das Herz? Auch das richtige Bepacken und Tragen der Schultonne wurde hier wieder thematisiert und praktisch erprobt. Auf einer „Apfelreise durch den Körper“ erfuhren die Schülerinnen und Schüler etwas von Ernährung und Verdauung. Oberarzt Dr. Jörn Carsten Studt vom Brüderkrankenhaus Paderborn, Vater zweier Kinder der Grundschule Altenautal, brachte den Grundschülern mit seiner Diätassistentin wichtige Erkenntnisse über eine gesunde Ernährung nahe.

 

Schließlich endete das Projekt „Unsere Schule bewegt sich“ mit einem Sponsorenlauf, bei dem die Kinder die endgültige Höhe des Spendenbetrages durch die Anzahl der gelaufenen Runden und der bewältigten Aufgaben zu erarbeiten hatten. Der Erlös dieser Sponsorenaktion soll für den Umbau des Schulhofs in eine „Bewegte Pausenlandschaft“ verwendet werden. Margarete Frederichs: „Es war für uns eine besondere Erfahrung, dass wir so intensive Unterstützung von außen erfahren durften. Das war noch dazu eine besondere Motivation für die Kinder. Viele Bausteine dieses Projektes werden Eingang in unseren Schulalltag finden.“

 

 

GS Altenautal Cheerleaders Die Cheerleaders mit ihren großen blau-weißen Pompons üben für ihren großen Auftritt