Naturschutzgebiet "Sauerbachtal Bülheim"

Das Naturschutzgebiet „Sauerbachtal Bülheim“ umfasst den Oberlauf der Sauer und große Flächen nördlich und südlich des Baches, zu denen auch Teile der heute nahezu vollständig bewaldeten Bülheimer Heide gehören.

Auf weiten Strecken wird die Grenze des Naturschutzgebietes von einem Wanderweg begleitet.

Die ehemals großflächigen Heideflächen dieses Raumes nehmen bereits in den ersten Jahrzenten dieses Jahrhunderts ab. Die noch nicht aufgeforsteten oder kultivierten Heideflächen wurden 1930 noch mit ca. 400 Morgen angegeben. Heute ist auch diese Fläche kultiviert oder aufgeforstet, da eine Nutzung der Heide unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht mehr sinnvoll erscheint.

Auch im Naturschutzgebiet findet man die Heide lediglich noch an Waldrändern und Wegen auf Lichtungen. Das ebenfalls nahezu vollständig bewaldete Tal der Sauer, der Kernbereich des Naturschutzgebietes, hat sich durch den kreidezeitlichen Sandstein bis auf den darunterliegenden Keupermergel eingetieft.

Ebenso wie im Bereich des NSG „Eselsbett“ sind hier viele Quellaustritte zu finden, die an beiden Seiten des Sauerbachtales zur Bildung von Quellsümpfen und Quellmooren geführt haben. Von hier aus sickert das Wasser breitflächig durch Erlenwälder und brachgefallene Grünlandflächen in Richtung auf die Sauer.

Der Bachlauf der Sauer ist im Naturschutzgebiet nahezu unverändert erhalten geblieben. Sie fließt hier als mäandrierendes, zügiges Gewässer in einem breiten Bett, das sich nur wenig in das Gelände eingeschnitten hat. Hochwässer wie im Frühjahr 1994 können weite Teile der Aue überfluten.

Der im Naturschutzgebiet „Sauerbachtal Bülheim“ erhaltene, naturnahe Lebensraum bietet zahlreichen bedrohten Tieren und Pflanzenarten wie z. B. Sumpf-Bärlapp (Lycopodium inundatum), der Moosbeere (Vaccinium Oxycoccus) und dem Sumpf-Blutauge (Potentilla palustris) gute Lebens­bedingungen. Um die Lebensbedingungen der besonders schutzwürdigen Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und zu verbessern, müssen die vor­handenen Heidereste und offenen Quellmoorbildungen an den Talhängen künftig freigestellt und erweitert werden. Auch die Fichtenbestände im Talgrund und in Quellnähe müssten aus der Sicht des Naturschutzes in Nasswiesen oder Laubwald umgewandelt werden.