Stolpersteine In Lichtenau

Gunter Demnig (r.) und Hagai Tal bei der Verlegung der ersten Stolpersteine in Lichtenau  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehr als 50 Besucher kamen am Dienstag nach Pfingsten zur Feier anlässlich der Verlegung des ersten Stolpersteins im Stadtgebiet nach Lichtenau. Mit dem weithin bekannten Kunstprojekt erinnert der vielfach ausgezeichnete Künstler Gunter Demnig an während der NS-Zeit verfolgte und ermordete Menschen.

(v.l.) Wolfgang Scholle, Hagai Tal, Hans-Bernd Janzen, Gunter Demnig, Bürgermeister Hartmann und Landrat Müller bei der Feier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Lichtenau wurden im Rahmen der Aktion Gedenksteine für 8 jüdische Bürger der Stadt im Pflaster vor ihren ehemaligen Wohnorten verlegt. In seiner Rede betonte Bürgermeister Hartmann die besondere Wirkung der Stolpersteine, denen man üblicherweise nicht im Rahmen einer Feier, sondern im Alltag begegnet: „Die ehemaligen Mitbürger sind so wieder mitten unter uns.“ Wie Bürgermeister Hartmann verwies auch Landrat Müller angesichts der zunehmenden antijüdischen Vorkommnisse auf die hohe Aktualität des Themas. Die Steine werden vorwiegend durch Spenden von Lichtenauer Bürgern finanziert.

Beim Ausklang der Feier in der Begegnungsstätte bestand Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit dem Künstler. Als Ehrengast der Veranstaltung war Herr Hagai Tal, ein Nachfahre der ehemaligen Lichternauer Familie Buchdahl, eigens aus Israel angereist.