Realschule Lichtenau soll zum Klima Campus werden

  

Die Auswirkungen und Folgen des Klimawandels werden nicht nur welt- und europaweit sichtbar, sondern signifikante Reaktionen der Natur wie Starkregen, Orkanböen rücken auch in unseren Breiten immer mehr in den Fokus. Als Hauptverursacher gilt nach Erkenntnissen von Experten das Treibhausgas Kohlendioxid (CO²).

Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW rief deshalb Städte und Kommunen im Frühjahr 2018 auf beispielhafte Ideen „made in NRW“ innerhalb eines Wettbewerbs einzubringen. Da die Stadtverwaltung Lichtenau, das Technologiezentrum für Zukunftsenergien und die Arbeitsgruppe Energiestadt Lichtenau bereits seit 2011 die umweltpolitischen Aktivitäten der Stadt Lichtenau forcieren und steigern, war schnell klar: Der Wettbewerb Kommunaler Klimaschutz NRW passt gut in das Entwicklungskonzept der Stadt Lichtenau. Nach der Einführung eines Integrierten Klimaschutzkonzepts (IKK) im Jahr 2013 und der Implementierung eines hauptamtlichen Klimaschutzmanager, ist die energetische Sanierung des Schulzentrums Lichtenau, eingebettet in das Projekt „Klima Campus – Bildung-, Sport und Freizeitzentrum der Energiestadt Lichtenau“ ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg zur energieautarken Energiestadt.

Der offizielle Wettbewerbsbeitrag „Klima Campus – Bildung, Sport-und Freizeitpark in der Energiestadt Lichtenau“ wurde nun Ende Juni beim Projektträger ETN in Jülich eingereicht. Eine hockkarätige Expertenjury wird bis Anfang Oktober entscheiden, ob das Lichtenauer Projekt gefördert wird. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf knapp 8,6 Millionen €, wobei 80 %, ca. 6,8 Millionen Fördersumme vom Land NRW direkt als Zuschuss fließen würden.  Als Beginn des Projekts ist der Sommer 2019 vorgesehen mit einer Laufzeit von 36 Monaten.

Die Realschule Lichtenau besteht aus mehreren Bauabschnitten aus den Jahren 1971 - 2002. Zum derzeitigen Zeitpunkt muss das Gebäude der Stadt Lichtenau als größter CO² - Emittent eingestuft werden. Die Kernsanierung der Realschule Lichtenau wird an die ökologische Neuentwicklung der Außenzonen mit allen angrenzenden Freizeitanlagen gekoppelt. Dabei soll sowohl die Elektromobilität berücksichtigt als auch das gesamte Areal auf moderne LED Lichttechnik umgestellt werden. Clou und größtes Alleinstellungsmerkmal des Projekts ergibt sich aber aus der Nutzung von direktem Windstrom aus dem nahe gelegenen Windpark Asseln

Für den Lichtenauer Bürgermeister Josef Hartmann ist das Projekt „Klima-Campus“ ein folgerichtiger Schritt innerhalb des Klimaschutzkonzepts und soll auch für andere Kommunen als Mut Macher dienen, wichtige Schritte zum Klimaschutz zu unternehmen. Fünf Mitarbeiter der Stadtverwaltung arbeiteten 6 Wochen unter Hochdruck an diesem ambitionierten Projekt, dass pünktlich zum Stichtag abgegeben wurde. Der Projektleiter und Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Jörg Altemeier, betont die außerordentliche gute Zusammenarbeit des Projektteams, das sich aus den Fachbereichen Bau und Gebäudemanagement, Schulverwaltung, Marketing und Klimaschutz zusammensetzte. Jetzt gilt es Daumen drücken und positiv der Dinge harren!