Realschule Lichtenau wird zum Klima-Campus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW rief Städte und Kommunen im Frühjahr 2018 auf, beispielhafte Ideen zum Klimaschutz „made in NRW“ innerhalb eines Wettbewerbs einzubringen. Ein hochkarätiges Gutachtergremium entschied nun, dass die Stadt Lichtenau zu den Wettbewerbssiegern gehört und als einzige Kommune im Hochstift eine Förderung von bis zu 6,8 Millionen Euro erhalten wird.

Der Wettbewerb "KommunalerKlimaschutz.NRW" passt gut in das Entwicklungskonzept der Stadt Lichtenau. Nach der Einführung eines Integrierten Klimaschutzkonzepts (IKK) im Jahr 2013 und der Implementierung eines hauptamtlichen Klimaschutzmanager, ist die energetische Sanierung des Schulzentrums Lichtenau, eingebettet in das Projekt „Klima-Campus – Bildungs-, Sport- und Freizeitzpark in der Energiestadt Lichtenau“ ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg zur energieautarken Energiestadt. Als Beginn des Projekts ist der Sommer 2019 vorgesehen mit einer Laufzeit von 36 Monaten. In der Zwischenzeit arbeitet das „Klima-Campus Team“ am Feinschliff um kleinere Auflagen und Empfehlungen der Gutachter-Jury in das Konzept einzuarbeiten.

Hauptbestandteil des Projekts ist die energetische Gebäudesanierung und die Modernisierung der Heizungsanlage der Realschule Lichtenau. Diese Kernsanierung wird an die ökologische Neuentwicklung der Außenzonen mit allen angrenzenden Freizeitanlagen gekoppelt. Im Bereich der Elektromobilität sind sowohl ein Jugend-E-mobil als auch E-Mofas berücksichtigt worden, zudem die gesamte E-Ladeinfrastruktur, die auch eine Schnellladestation beinhalt. Ferner wird das gesamte Areal auf moderne LED Lichttechnik umgestellt, was sowohl die Zuwegungen, die Parkplätze als auch den Sportplatz mit einer LED Flutlichtanlage umfasst. Auch sind im Zusammenwirken mit der Schulleitung didaktische Konzepte eingeflossen wie zum Beispiel das „Grüne Klassenzimmer“ oder die Weiterentwicklung von Bobby-Car-Solarmobilen. Der Clou und größtes Alleinstellungsmerkmal des Projekts ergibt sich aber aus der Nutzung von direktem Windstrom aus dem nahe gelegenen Windpark Asseln. Dieser Windpark war in den 90iger Jahren der größte europäische Windpark und soll nun grünen Strom für die Schule liefern.

Für den Lichtenauer Bürgermeister Josef Hartmann ist das Projekt „Klima-Campus“ ein folgerichtiger Schritt innerhalb des Klimaschutzkonzepts und soll auch für andere Kommunen als Mut-Macher dienen, wichtige Schritte zum Klimaschutz zu unternehmen. Fünf Mitarbeiter der Stadtverwaltung arbeiteten unter Hochdruck an diesem ambitionierten Projekt, das pünktlich zum Stichtag abgegeben wurde. Der Projektleiter und Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Jörg Altemeier, betont die außerordentliche gute Zusammenarbeit des Projektteams, das sich aus den Fachbereichen Bau und  Gebäudemanagement, Schulverwaltung, Marketing und Klimaschutz zusammensetzte!