RWTH Aachen kooperiert mit der Stadt Lichtenau

Unter dem Titel "ArkESE – Auslegung robuster kommunaler Energiesysteme auf Basis erneuerbarer Energien" ist jetzt ein dreijähriges Verbundprojekt gestartet. An der offiziellen Auftaktveranstaltung in Aachen nahmen die RWTH Aachen University mit ihrer ausführenden Stelle: Chair of Wind Power Drives, die Energieagentur NRW, das BET Büro für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH, der Kreis Steinfurt und die heimische Kommune Lichtenau teil. Die Stadt Lichtenau wurde durch den Geschäftsführer der Stadtwerke Lichtenau, Hermann Dickgreber und ihren Klimaschutzmanager Günter Voß vertreten.

 

Worum geht es? Durch ihr hohes Potential in erneuerbare Energiebereitstellung rücken ländliche Kommunen mehr und mehr in den Fokus, wenn es um die Bereitstellung erneuerbarer Energien geht. Bei heutigen „Energiekommunen“ und ihren Energiesystemen, so Laura Stößel von der RWTH Aachen, wird in der Regel ein bilanzieller Ausgleich angestrebt. Eine Berücksichtigung der Versorgungskapazitäten sowie Abstimmung von Erzeugung und Verbrauch findet nicht statt. Die Entwicklung von strukturierten und ganzheitlichen Energiesystemen mit möglichst zeitlich ausgeglichener Erzeugungs-Verbrauchsbilanz ist daher ein wichtiger Schritt. Dabei reduziert die lokale Nutzung der erneuerbaren Energien die Lasten im Übertragungsnetz und kann damit die Probleme des notwendigen Netzausbaus entschärfen.

 

Welches Ziel wird verfolgt? Nach Prof. Dr. –Ing. Ralf Schelenz ist es das Ziel eine Methode zur Beratung von deutschen Kommunen in Hinblick auf den Ausbau von lastganggerechten, d.h. mit dem Verbrauch abgestimmten, und netzverträglichen Energiesystemen auf Basis von erneuerbaren Erzeugungskapazitäten zu entwickeln.

 

Hermann Dickgreber und Günter Voß verbinden mit der Teilnahme an diesem wissenschaftlichen Projekt, dass die Anwendung der Methodik auch für Lichtenau zu einer Erhöhung des Anteils erneuerbarer Erzeugerkapazitäten an der Strombereitstellung und gleichzeitig zu einer Steigerung der Effizienz bei Verbrauch und der Verteilung von Strom führt. Am 5. Februar geht es im heimischen TZL Lichtenau in die nächste Runde. Hier kann die Stadt Lichtenau klare Zielvorstellung innerhalb des Projektes formulieren.