Lichtenau profitiert vom kommunalen Klimaschutznetzwerk

 

von links: Christiane Rüsel (WWE), Günter Voß u. Herbert Pennig (Stadt Lichtenau), Tobias Timm (target GmbH)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwei Drittel des Energiebedarfs im öffentlichen Sektor entfallen auf Städte und Gemeinden. Die Beteiligung und der Einsatz der Kommunen, wenn es um klimapolitische Ziele geht, ist deshalb immens wichtig. Nach dem Motto „global denken – lokal handeln“ ist jetzt ein kommunales Klimaschutznetzwerk Westfalen Weser ins Leben gerufen worden, das Kommunen in OWL fit für die Zukunft machen soll. Mitte September kam es bereits zu einem Auftakttreffen der 10 beteiligten Kreise, Städte und Kommunen in Paderborn. Natürlich war es naheliegend das sich die „Energiestadt Lichtenau“ diesem Netzwerk anschließt und von den Beratungs- und Synergieeffekten profitiert. 

Lichtenau, das sich einen überregionalen Ruf als „NRW- Windenergiehauptstadt erworben hat, geht damit seinen nächsten Schritt und fokussiert und forciert die Themenbereiche klimafreundliche Mobilität und Energieeffizienz an Gebäuden, speziell die Heizungsmodernisierung auf Basis erneuerbarer Energien. Hinzu kommt noch die vollständige Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED. Sehr bald kam es zu einem ersten Vor-Ort-Treffen der Projektverantwortlichen im Technologiezentrum für Zukunftsenergien Lichtenau, indem die individuelle Situation der Stadt beleuchtet wurde. Christiane Rüsel, Kommunalbetreuerin der Westfalen Weser Energie, Tobias Timm, Geschäftsführer der target GmbH trafen sich zu diesem ersten Informationsaustausch mit Herbert Pennig, dem stellvertretenden Bauamtsleiter und verantwortlichen Gebäudemanager und dem Klimaschutzmanager der Stadt Lichtenau, Günter Voß.

Für Voß ist die konstruktive Beteiligung der Stadt an diesem dreijährigen Projekt der nächste Schritt in die richtige Richtung, denn „Lichtenau hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr stark in der Produktion von Erneuerbaren Energien gezeigt, aber im Bereich der Energieeffizienz an Gebäuden ist noch viel Luft nach oben“. Die Treibhausgas-Emissionen sollen bis zum Jahr 2050 bundesweit um 80 bis 95 % reduziert werden. Dazu können insbesondere Kommunen wie Lichtenau beitragen. Sie können ihre Energieverbräuche senken sowie Vorbild für die Bürgerschaft sein. Lichtenaus Verantwortliche haben sich klare Zielvorgaben gesteckt, so dass Energie- und Wärmeversorgungskonzepte, moderne Energiemanagementsysteme mit der systematischen Analyse von Energieverbrauchsdaten und die komplexe Materie von Fördermitteln und deren Beantragung und Abwicklung im Vordergrund stehen. 

Dass man in einem Netzwerk von insgesamt 10 Kommunen auch von den Erfahrungen der anderen Beteiligten profitieren kann, ist ein gewünschter Nebeneffekt.