Familienzentrum St. Kilian in Lichtenau offiziell eingeweiht

Logo Kath. Kindertageseinrichtungen Hochstift gem. GmbH Lichtenau. Die lange und manchmal auch schwierige Zeit des Übergangs ist endgültig vorüber:

Mit einem Gottesdienst und einem Tag der offenen Tür wurde am Sonntag das Katholische Familienzentrum St. Kilian in Lichtenau offiziell eingeweiht. Es war im Sommer aus der Fusion der städtischen und katholischen Kindertageseinrichtung hervorgegangen. Zahlreiche geladene Gäste und Besucher machten sich beim Tag der offenen Tür einen Eindruck vom neuen Familienzentrum. Und die Neugier war groß. Schließlich waren die zwei Einrichtungen nicht nur auf dem Papier zusammengelegt worden: Umfangreiche Baumaßnahmen unter Leitung der Architektin Christel Hatscher waren nötig, um auch das Gebäude, das schon zuvor beide Einrichtung – damals noch räumlich getrennt – zusammenwachsen zu lassen. Für gut 468.000 Euro (davon 320.000 Euro Zuschuss von Land und Kreis für den nötigen U3-Ausbau) bekam das Familienzentrum einen neuen Eingangsbereich. Durch den Anbau wächst die Nutzfläche des Gebäudes um 75 Quadratmeter auf insgesamt 875 Quadratmeter an. Besonders ins Auge sticht auch das neue durchgängige Treppenhaus, das das neue sinnbildliche Kernstück des Familienzentrums ist. 104 Kinder werden in St. Kilian seit Sommer von den Erzieherinnen um die neue Leiterin Ulrike Dürdodt betreut. Sie fehlte bei der Einweihung leider krankheitsbedingt, sodass ihre Stellvertreterin Simone Walter die Ehre hatte, Pfarrer Josef Wördehoff bei der Segnung der Räume zu begleiten und das neue Namensschild vor dem Eingang zu enthüllen. Es zeigt neben dem eigens kreierten Logo der Einrichtung auch das des neuen Trägers, „Katholische Kindertageseinrichtungen Hochstift gem. GmbH“. Deren Geschäftsführer Detlef Müller sprach in seiner Rede im Rahmen des Familiengottesdienstes von einem „denkwürdigen Tag, an dem wir einen Meilenstein erreicht“ haben. Er erinnerte daran, dass es nicht reiche, „nur die trennenden Mauern zwischen den Gebäudeteilen einzureißen“. Vor allem seien es die Menschen, die solch ein Projekt prägten: Müller dankte in diesem Zusammenhang besonders Lichtenaus Bürgermeister Dieter Merschjohann, den städtischen Gremien und dem Kirchenvorstand für die „angenehme und vertrauensvolle Zusammenarbeit“.

Seinen Dank richtete er auch an das Jugendamt und die freie Christengemeinde, die einer KiTa-Gruppe während der Bauarbeiten Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte, sowie Architektin Hatscher und die beteiligten Firmen. Ganz besonders erwähnte er aber die Eltern, denen er angesichts so mancher Kontroversen um den Zusammenschluss von kirchlicher und städtischer KiTa für die „konstruktive und manchmal auch kritische Begleitung“ dankte. Nicht vergessen werden durften die Erzieherinnen, „denen wir sicherlich viel zugemutet haben“, so Müller: „Sie haben in dieser Zeit wirklich Außerordentliches geleistet!“

Auch Bürgermeister Dieter Merschjohann spielte in seiner Rede am Schluss des Gottesdienstes noch einmal auf die diversen Streitigkeiten anlässlich der Fusion von städtischer und katholischer KiTa an: „Nicht nur der Baustaub ist jetzt passé!“ Nun könnten alle gemeinsam positiv in die Zukunft schauen. Dass die Stadt sich zur Fusion entschlossen haben, sei „die richtige Entscheidung“ gewesen. Merschjohann versprach, dem Familienzentrum auch weiterhin nicht nur finanziell, sondern auch „mit Rat und Tat“ zur Seite zu stehen: „Schließlich sind wir eine große Gemeinde“, so der Bürgermeister.

Großes Lob für das neue Familienzentrum kam auch von denen, für die es gedacht ist: „Das ist richtig schön geworden“, fand etwa die fünfjährige Mailin Sander, die sich besonders über viel mehr Platz freute. „Und die Farbe sieht auch richtig gut aus“, fügte sie mit Blick auf den gelben Außenanstrich hinzu. Stephanie und Carsten Fischer sind ebenfalls ganz begeistert von „St. Kilian“. Seit dem Sommer besucht ihr vierjähriger Sohn Ben Ole die Einrichtung. „Das ist ein ganz toller Bau geworden, mit vielen kleinen Nischen und Ecken zum Spielen“, sagt Stephanie Fischer. Sie hebt besonders die vielen Angebote im Alltag hervor, die die KiTa auszeichnen. Und ihr Sohn? Der sagte gar nichts, weil er in der neuen Turnhalle zu sehr damit beschäftigt war, seinem Bruder Tim Lucas die Kletterwand zu zeigen. Denn der ältere Bruder geht leider schon zur Schule und konnte das Familienzentrum nur an diesem Tag ausgiebig genießen.

Einweihung St. Kilian Strahlende Gesichter: Archtitektin Christel Hartscher, Bürgermeister Dieter Merschjohann, die stellvertretende Familienzentrums-Leiterin Simone Walter und Detlef Müller, Geschäftsführer des katholischen Trägers der Einrichung (v.l.), freuen sich mit den Kindern Rouven Nollmann und Mailin Sander vor dem neuen Haupteingang über die offizielle Einweihung von St. Kilian.
















 

 

 



Text und Fotos: Birger Berbüsse

Detlef Müller, Geschäftsführer
Krumme Grube 8
33098 Paderborn
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Fax: 05251/ 1230-99

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