Energiegenossenschaft Herbram - Wald setzt nächsten Meilenstein

 

Stefan Schlüter (am Radlader) mit den tatkräftigen EnergiegenossenGünter Voß

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Hackguthalle, die für 125.000 € erstellt wurde, dient von nun an der wetterbeständigen Lagerung des zu verfeuerten Hackgutes und professionalisiert die Arbeitsgänge enorm. Zur Befeuerung werden dabei nur naturbelassene Hackschnitzel aus  der Region verwendet. Holz gilt als nachwachsender Rohstoff und ist CO²-neutral, da es bei der Verbrennung genauso viel CO² produziert wie es benötigt, um zu   wachsen. Im Stadtgebiet Lichtenau gibt es ausreichende lokale Holzressourcen und im Umkreis (Radius 25 km)   mehrere Betriebe, die das notwendige Holzaufkommen für   die Beheizung des Areals und die Warmwasserproduktion   herstellen können.  Der Genossenschaftsphilosophie entsprechend wurde die Dachfläche der Hackguthalle natürlich mit einer 66 kWp Photovoltaikanlage bestückt und dient nun auch der eigenen, umweltschonenden Stromversorgung des Dorfes.

 Zudem wurden weitere 150 m Rohrsystem für das Wärmeleitungsnetz für Neukunden verlegt. Vom Heizwerk wird erwärmtes Wasser durch in der Erde  verlegte, hoch wärmegedämmte Nahwärmerohre zu den  Verbrauchern geleitet. Das jetzt insgesamt 2.000 m lange  Nahwärmenetz wurde vor einigen Jahren komplett neu angelegt, ebenso die  Übergabestationen in den einzelnen Gebäuden und die neue zentrale Leittechnik zur Überwachung des  Gesamtsystems.   Das abgekühlte Wasser gelangt von den  angeschlossenen Gebäuden über eine zweite Leitung in  das Heizwerk zurück, wo es erneut erhitzt wird. Neben der Erweiterung und Optimierung der Wärmesparte lag ein weiterer Schwerpunkt der Energiegenossenschaft Herbram – Wald im Jahr 2020 auf der Entwicklung der Photovoltaik. Es wird mit Hochdruck am Ausbau der Stromsparte gearbeitet. Den selbstverbrauchten Strom nutzten die Hauseigentümer und der restliche Strom wird ins Netz eingespeist. Bereits Ende September 2019 wurde das erste Haus mit PV- Modulen bestückt. Ziel ist der Zubau innerhalb und außerhalb des Ortes von 1 Megawatt pro Jahr. Im ersten Quartal des Jahres 2021 wurden 150 KWp, zumeist über Pachtmodelle innerhalb des Ortes und weitere 150 kWp in der Region verwirklicht.

Für das Aufsichtsratsmitglied Günter Voß, der als Vertreter und gleichzeitig Klimaschutzmanager der Stadt Lichtenau aktiv an der Entwicklung des Energiedorfes teilnimmt, ist das bürgerschaftliche Energiegenossenschaftsmodell in Herbram Wald bundesweit vorzeig- und übertragbar. Deshalb verweist er schon jetzt darauf, dass sich am Samstag, den 02.10.2021 ganztägig die Energiegenossenschaft Herbram Wald auf ihrem Gelände mit einem „Tag der offenen Tür“ präsentieren wird. Der Slogan heißt „Wärme und Strom, wir machen das schon“!