Energiedorf Herbram- Wald eG: Mit Photovoltaik - Siebenmeilenstiefeln in die Zukunft!

 

 

 

  Herbram Wald Photovoltaik auf dem HolzhackschnitzelwerkEnergiegenossenschaft Herbram - Wald

Die Bürgerenergie ist von Beginn an eine tragende Säule der Energiewende in Deutschland. So machte sich auch die heimische Energiedorf Herbram Wald e.G. seit Herbst 2013 auf die Bürgerinnen und Bürger vor Ort zunächst mit umweltfreundlicher Wärme aus einem Holzhackschnitzelwerk zu versorgen. Am Holzhackschnitzelwerk selbst sind zahlreiche erneuerbare Maßnahmen umgesetzt worden z.B. der Einsatz von LED’ s für die Beleuchtung und die Versorgung des Eigenstromverbrauches durch eine PV-Anlage mit Solarstromspeicher. Denn jede eingesparte Kilowattstunde Strom bringt uns dem Ziel einer sauberen undhttp://www.energiedorf-herbram-wald.de/index_htm_files/0.gif  sicheren Umwelt einen kleinen Schritt näher. http://www.energiedorf-herbram-wald.de/index_htm_files/0.gif  Nach Berechnungen erzielt die Genossenschaft damit derzeit insgesamt eine Einsparung an CO2http://www.energiedorf-herbram-wald.de/index_htm_files/0.gif  Emissionen  von ca. 300 t im Jahr. Durch die positive CO2-Bilanz des Unternehmens trägt die Genossenschafthttp://www.energiedorf-herbram-wald.de/index_htm_files/0.gif  aktiv dazu bei den Klimaschutz zu verbessern und unseren  CO2-Fußabdruck zu verkleinern.

 

Die aktuell seit Anfang des Jahres 2020 gestartete Photovoltaikstrategie der Genossenschaft zielt nicht nur auf den Betrieb von Photovoltaikanlagen, bei denen der produzierte Strom in das öffentliche Netz eingespeist wird und die Betreiber der PV-Anlagen die feste Einspeisevergütung nach EEG erhalten, sondern nimmt auch andere Geschäftsmodelle ins Visier. Eine dieser Alternativen stellt das PV-Pachtmodell dar, bei der die Bürgerenergiegesellschaften/Energiegenossenschaften einen alternativen Vermarktungsweg abseits des EEG wählen. Dabei kann das Modell auf Kommunal-, Unternehmensdächern oder auf Einfamilienhäusern umgesetzt werden. Beim Pachtmodell kann der wirtschaftliche Vorteil bei einer Eigenversorgung durch die verringerte oder ganz entfallene EEG-Umlage und die entfallenen Abgaben, Steuer sowie Netzentgelte genutzt werden. Anders als beim klassischen Volleinspeisung verpachtet die Energiegenossenschaft die erbaute PV-Anlage an den Dachbesitzer, wodurch dieser zum Betreiber wird. Denn erst wenn der Stromverbraucher gleichzeitig Betreiber der Stromerzeugungsanlage ist, stimmt die zentrale Voraussetzung für Eigenversorgung, auf der das Pachtmodell beruht. Auf diese Weise kann der Hausbesitzer den Strom von seinem eigenen Dach für die Selbstversorgung nutzen, ohne dass er Eigentümer der PV-Anlage sein muss.

 

Der Vorstandvorsitzende der Energiegenossenschaft Michael Klösener und der Solarexperte Andreas Klüe, der die Verantwortung für die Solarsparte trägt, sind sich einig, dass das Pachtmodell nicht nur etwas für Hauseigentümer ist, sondern gezielt auch Kommunen und Unternehmen vom Pachtmodell profitieren können. Das PV-Pachtmodell ist eine interessante Möglichkeit, Ökostrom vom eigenen Dach zu nutzen, ohne eigene Investitionen tätigen zu müssen.

 

Diese Einschätzung teilt auch der Klimaschutzmanager der Stadt Lichtenau, Günter Voß, der aufgrund zahlreicher guter Beispiele aus anderen Kommunen NRWs bestätigen kann, dass PV-Pachtmodelle für Kommunen und Gewerbetreibende zukunftsträchtig sind und man dabei verlässlich auf lokale Energiegenossenschaften zurückgreifen kann.