Arbeitsgruppe Energiestadt feiert 10jähriges Bestehen

Die Arbeitsgruppe bei einer Exkursion

 

 

Lichtenau (gv) Groß feiern geht gerade nicht, aber das wird sicherlich nachgeholt! Die Arbeitsgruppe Energiestadt Lichtenau leistet seit 2011 Basisarbeit zur Erarbeitung des Maßnahmenkataloges eines Klimaschutzkonzeptes (IKK) der Stadt Lichtenau. Dies erfolgte in einem breiten Mitwirkungsprozess lokaler Akteure. Dazu wurde im Oktober 2011 ein Arbeitskreis Energiestadt Lichtenau eingerichtet. Der Arbeitskreis wurde zunächst fachlich begleitet und moderiert durch ein externes Fachplanungsbüro. Im Zeitraum von Oktober 2011 bis April 2013 Verabschiedung des Maßnahmenkonzeptes) fanden insgesamt 15 Sitzungen des Arbeitskreises statt. Teilgenommen haben dabei insgesamt ca. 200 Personen aus Politik und Verwaltung der Stadt Lichtenau, die Stadtwerke Lichtenau, interessierte Bürgerinnen und Bürgern, lokale Akteure aus Gewerbe, Handwerk und Dienstleistungen, das Klimaschutzmanagement des Kreises Paderborn sowie das Regionalforum Südliches Paderborner Land.

 

Die Arbeitsgruppe umfasste damals insgesamt etwa 40 Mitglieder. Bei Bedarf wurden zu bestimmten Themenstellungen externe Fachreferenten eingeladen (Repowering, Info Börse, Investoren aus dem Bereich Windenergie, Stadtförster etc.). Ebenso wurde zu örtlichen Projekten Vor-Ort-Besuche durchgeführt (Energiegenossenschaft Herbram-Wald, Klimakommune Saerbeck). Als Sitzungsort wurde bewusst das Technologiezentrum für Zukunftsenergien gewählt um das Netzwerk dieses Kompetenzzentrums zu nutzen und weiterauszubauen. Ziel ist neben der Information und der Ziel- und Maßnahmenentwicklung der Aufbau eines Akteur- Netzwerkes für die Umsetzungsphase. 

Durch einen von Beginn der Erarbeitung an breit angelegten Mitwirkungsprozess soll eine hohe Identifikation mit der angestrebten Zielerreichung und die Grundlage für wichtige Multiplikatoren-Effekte erzielt werden. Es geht darum, möglichst viele Akteure für die Umsetzung von Maßnahmen zu gewinnen. Aufgrund der intensiven fachlichen Diskussionen haben sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe im Laufe des gemeinsamen Arbeitsprozesses zu wichtigen lokalen Experten und Multiplikatoren im Bereich Klimaschutz und Energie entwickelt. Aus dieser Gruppe wurde im November 2013 wurde das integrierte Klimaschutzkonzept vom Rat der Stadt Lichtenau als Grundlage der weiteren Projektumsetzung beschlossen.

 

Der Klimaschutzmanager Herr Günter Voß wurde zum 17.10.2016 eingestellt und ist seitdem für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes verantwortlich und die Durchführung der regelmäßig stattfindenden Arbeitsgruppensitzungen zuständig.

 

 

 

 

Seit Beginn 2019 nimmt sich die Arbeitsgruppe vermehrt auch den Themen:  Umwelt, Wald und Energie an und heißt jetzt Arbeitsgruppe Umwelt, Wald und Energie, kurz UWE

 

Erfolgreiche Projekte wurde aus der Gruppe heraus angestoßen:

 

  1. 2013 Unterstützung bei der Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes der Stadt Lichtenau

  2. 2014-2015 Konzeptionelle Einbindung zu den 5 Windvorranggebieten, in denen in Lichtenau 80 WEA gebaut wurden

  3. Seit 2016 Entwicklung von Themen, die als Beschlussvorlagen für den Umweltausschuss und den Rat entwickelt werden

  4. 2017 Mithilfe zur Gründung des Vereins Lichtenau e Mobil, der seit diesem Zeitpunkt den Bürgerbus Lichtenau betreibt

  5. 2018 Organisation von Information- und Bildungsfahrten, z.B. zum Energieerlebniszentrum Aurich und dem Global Player ENERCON

  6. 2019 Organisation von Walderkundungsbegehungen im Zusammenhang mit Klimasturmschäden und Folgewirkungen (Kyrill etc.)

  7. 2019 Konzeptionelle Entwicklung von Themen wie Arten,- und Insektenschutz, zudem Förderung von Heckenbewuchs und Blühstreifen

  8. 2019/20 Großangelegte „Attelner Baumpflanzaktion“

  9. 2020 Organisation des Programms „Wider den Steingärten- Lichtenaus Vorgärten sollen schön und ökologisch sein!

  10. Jedes Jahr gibt es eine von der Gruppe organisierte Großveranstaltung zum Thema Umwelt, Wald, Energie und Elektromobilität (2020- Corona bedingt verschoben)