Das Kloster Dalheim - Landesmuseum für Klosterkultur

In beeindruckender Lage erhebt sich am westlichen Rand des Eggegebirges in einem Seitental der Altenau, umgeben von einer Landschaft, die von weiten Feldern und ausgedehnten Waldgebieten geprägt ist, das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift Dalheim.

 

Kloster Dalheim - Bild: LWL

Das älteste erhaltene schriftliche Zeugnis ist eine Urkunde aus dem Jahre 1264. Der damalige Frauenkonvent lebte nach den Regeln des Hl. Augustinus bis in die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts. Nach dem Niedergang der ersten Ansiedlung und der Auflösung des Frauenklosters erfolgte 1429 eine Wiederbelebung Dalheims durch die Augustiner-Chorherren des Klosters Böddeken bei Wewelsburg. Im Jahre 1452 hatte Dalheim wieder den Rang eines selbstständigen Klosters.

 

In den folgenden Jahren wurde das Kloster vollständig neu gebaut: Westlich der alten Anlage im Tal errichtete man in Hanglage eine neue Kirche und großzügige Konventgebäude. Große Teile dieser spätgotischen Anlage sind im heutigen Bestand noch erhalten. Beeindruckend ist die freigelegte Deckenmalerei in der Apsis der Kirche, die in die Bauzeit um 1470/80, bzw. in eine zweite Ausmalung um 1520 fällt.

 

Durch den 30-jährigen Krieg wurde der zuvor wohlhabende Konvent wirtschaftlich schwer geschädigt.

 

Die größte Blüte erlebte das Kloster darauf in der Barockzeit, in der Dalheim zu den schönsten Klöstern im Paderborner Land zählte. Diese Phase mit dem repräsentativen Ehrenhof, den großzügigen Wirtschaftsbauten und umfangreichen Gartenanlagen prägt bis heute das Erscheinungsbild Dalheims. Mit der Klosterherrlichkeit war es vorbei, als Dalheim im Zuge der Säkularisation 1803 aufgelöst und zur Staatsdomäne erklärt wurde. Kirche und Kloster baute man um zu Lagerräumen und Ställen.

 

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat die Klosteranlage 1979 erworben und eröffnete hier im Frühjahr 2007 das erste Landesmuseum für Klosterkultur. Neben der Dauerausstellung geben jährlich wechselnde Sonderausstellung sowie ein großer Klostermarkt Einblicke in die Geschichte des klösterlichen Lebens und Wirkens.

 

Rund ums Museum erwarten Sie bezaubernde Gärten, reizvolle Wanderwege wie z.B. den „Augustiner ChorherrenWeg“ sowie eine einzigartige Atmosphäre der spätgotischen Kirche und der imposanten Wirtschaftsgebäude. Im Kellergewölbe der Klosteranlage kann nach über 200 Jahren wieder selbstgebrautes Klosterbier – das „Dalheimer Klosterbräu“ - verköstigt werden.

 

Alte Musik, gregorianische Gesänge, Jazz – die Dalheimer Musikveranstaltungen mit Konzerten im neuen Schafstall und Klosterkirche sind von überregionaler Bedeutung. Vor allem das Festival „Dalheimer Sommer“ alljährlich im August hat sich zu einem der wichtigsten Kulturfeste Ostwestfalens entwickelt.

 

Das LWL-Landesmuseums für Klosterkultur ist ganzjährig wie folgt geöffnet:
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr 

Montag geschlossen, außer an Feiertagen

Adresse:
Stiftung Kloster Dalheim
LWL-Landesmuseum für Klosterkultur
Am Kloster 9
33165 Lichtenau
Tel.: 0 52 92 / 93 19 0

 

Tipp für Wanderer:
Wir bieten Wanderern folgende Karte zum Download an: Rundwanderwege Dalheim