14. Oktober 2026
Auf Einladung des Vereins regiopolREGION PADERBORN fand am 13. Oktober eine hochinformative Veranstaltung mit Impulsvorträgen rund um das Thema Energieversorgung statt.

Auf Einladung des Vereins regiopolREGION PADERBORN, der sich als Motor für kommunale und regionale gesellschaftliche, kulturelle, technologische sowie wirtschaftliche Entwicklung versteht, fand im Technologiezentrum für Zukunftsenergien in der Energiestadt Lichtenau, eine hochinformative und spannende Veranstaltung statt. Der Geschäftsstellenleiter des regiopolRegion Paderborn e.V., Jürgen Geisler, moderierte zusammen mit dem Klima & Mobilitätsmanager der Stadt, Günter Voß, die dreistündige Veranstaltung. Fast 40 Personen aus Verwaltung, Gewerbe, Dienstleistung und Handel lauschten gebannt den Ausführungen der Fachexperten.
In einem Grußwort zeigte sich Bürgermeisterin Ute Dülfer hocherfreut über die gute Resonanz und betonte gleichzeitig, dass die Energiestadt Lichtenau ob ihrer zahlreichen Erneuerbaren Energien genau der richtige Ort sei um Fachexpertise mit kommunalen Interessensgruppen zusammenzuführen.
Den wissenschaftlichen Reigen eröffnete Prof. Dr.- Ing. Henning Meschede vom Kompetenzzentrum für Nachhaltige Energietechnik (KET) der Universität Paderborn. Dabei betonte er, dass die Energieerzeugungswende über Wind-, Solar-, Bioenergie und Wasserkraft erst den Anfang der zukünftigen Energieversorgungsstrukturen der Zukunft darstellt und der Sektorenkopplung eine große Bedeutung zukommt.
Danach erläuterte Dr. Ing. Steve Flechsig von der Wasserstoff Lichtenau GmbH & Co. KG das Lichtenauer Wasserstoffprojekt „Schlafender Riese“, wobei überschüssige Energie aus Wind und Solarkraftwerken über Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt werden soll. Voraussichtliche Inbetriebnahme wird das dritte Quartal 2027 sein. Zum feierlichen Spatenstich im November 2026 wird die Wirtschaftsministerin Mona Neubaur erwartet.
Der dritte Impuls kam von Dr. Markus Laukamp von der Westfalen Weser Energiespeicher GmbH & Co. KG zum Thema Batteriegroßspeicher. Dabei führte er aus, dass diese Speicher eine Schlüsselrolle beim Übergang zu einer nachhaltigen Energieversorgung darstellen. Da erneuerbare Energien wie Wind und Solarkraft wetterabhängig und volatil sind, gleichen Großspeicher die Lücke zwischen Stromerzeugung und –verbrauch aus. Sie dienen zur Netzstabilität und der Vermeidung von Abregelung.
Zum Abschluss der Veranstaltung referierte Daniel Peitz von der WestfalenWind IT GmbH & Co. KG über das Thema „Grüne IT direkt im Windrad“. Er führte aus, dass eine Windkraftanlage der perfekte Ort für ein Rechenzentrum ist. Sie bieten ausreichend Platz, haben ein leistungsfähiges Netz und liefern sauberen Strom zum Betrieb des Datacenters. Die Gäste des kurzweiligen Informationsnachmittages konnten sich danach in einer nahegelegenen Windenergieanlage direkt über das IT Rechenzentrum informieren und waren überrascht wie viel Platz tatsächlich in einer derartigen Anlage ist.